Plaudies ...einfach himmlisch!


 
PortalStartseiteKalenderSuchenFAQAnmeldenLogin

Austausch | 
 

 Heilige Drei Könige

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Musicfreak
Administrator
avatar

Männlich
Anzahl der Beiträge : 4568
Alter : 37
Ort : Nürnberg
Land :
Browser :
Team : Administration
Anmeldedatum : 14.10.07

BeitragThema: Heilige Drei Könige   Di Jan 06, 2009 6:19 pm

Mit dem Begriff Heilige Drei Könige bezeichnet die katholische Tradition die im Matthäus-Evangelium (Mt 2 EU) erwähnten Weisen aus dem Morgenland. Im Neuen Testament werden sie nicht eingehender beschrieben. Bereits im frühen Christentum entstand jedoch eine umfangreiche Legendenbildung, aus der sich ihre Zahl, ihre Bezeichnung als Könige und ihre Namen herleiten.

Ihr Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 6. Januar, der umgangssprachlich so genannte „Dreikönigstag“. Die liturgisch korrekte
Bezeichnung für den 6. Januar ist sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche „Erscheinung des Herrn (Epiphanias)“

Feiertag

Aufgrund dieser Reliquienverehrung trat in der mittelalterlichen Volksfrömmigkeit im deutschsprachigen Raum die Verehrung der Heiligen
Drei Könige so stark in den Vordergrund, dass bis heute in den katholischen Gebieten Deutschlands der Begriff „Dreikönigsfest“ oder
„Dreikönigstag“ der vorherrschend gebrauchte Name für den 6. Januar ist.

Die eigentliche Bezeichnung dieses Festes lautet dagegen in den evangelischen und der katholischen Kirche Epiphanias, Erscheinung des Herrn. Die Kirche feiert an diesem Tag das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. Dabei wird die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland als Evangelium in den katholischen und evangelischen Gottesdiensten gelesen und/oder ausgelegt. In den evangelischen Kirchen werden die darauf folgenden Sonntage als „Sonntage nach Epiphanias“ gezählt; die katholische Kirche feiert am Sonntag nach Epiphanias das Fest der Taufe des Herrn, mit dem der Weihnachtsfestkreis seinen Abschluss findet.

Der 6. Januar als Festtag geht auf heidnische Wurzeln zurück: So feierte man im ägyptischen Alexandria in der Nacht vom 5./6. Januar das Fest des Gottes Äon, bei dem feierlich Wasser aus dem Nil geschöpft wurde. Ebenso gibt es für diese Nacht Volkssagen, die Dionysius erscheinen und Wasser in Wein verwandeln lassen.

Die gnostische Sekte der Basilidianer feierte nach einem Bericht des Clemens von Alexandria an diesem Tag die Taufe Jesu, durch die nach ihrem Verständnis der Mensch Jesus Sohn Gottes wurde.

In Deutschland ist der „Dreikönigstag“ in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Ebenfalls als Feiertag begangen wird der Tag in ganz Österreich, Italien, Schweden, Finnland, Kroatien, Liechtenstein, der Slowakei, Polen und Spanien sowie in vereinzelten Teilen der Schweiz (Kantone Schwyz, Tessin und Uri sowie in einigen Gemeinden des Kantons Graubünden).

Brauchtum

In Frankreich, Luxemburg, Spanien, Mexiko, in großen Teilen der Schweiz und in kleinen Teilen Österreichs wird am Dreikönigstag ein
Gebäck namens Dreikönigskuchen (französisch Galette des Rois, spanisch Roscón de Reyes Mexiko: Rosca de Reyes) aufgetischt.

Darüber hinaus gab es früher im ganzen deutschsprachigen Raum die Tradition des Drei-König-Singens. Als sogenannter Heischebrauch
wurde er oftmals von unterprivilegierten Menschen dazu genutzt, sich in der kalten Jahreszeit ein Zubrot und einen Zehrpfennig zu verdienen.
Diverse Lieder und Vortragstexte blieben bis heute erhalten. Die Vortragenden gingen für gewöhnlich mit einem Stern umher und hatten
sich nach Möglichkeit als Könige gekleidet. In der alten Bischofsstadt Hildesheim (Niedersachsen, Deutschland) ist ein solcher Heischebrauch
bis heute überliefert. So verlieh der Bischof vom Berge den Pflastersetzern (Patthökern) das Privileg diesen Brauch in der Stadt auszuüben. Vorgetragen wurde ein Sing- und Sprechspiel, das musikalisch begleitet mit Segenssprüchen für die Hausbewohner endet. Im ländlichen
Österreich gehen die Königssinger (großteils Kinder) auch heute noch von Tür zu Tür, um Spenden für die Armen zu sammeln.

Sternsinger



Segensbitte an einer Tür des Klosters Marienberg/Südtirol

Basierend auf einem älteren Brauch gehen Gemeindemitglieder seit nunmehr 50 Jahren - je nach Region in der Zeit vom 27. Dezember bis zum
Dreikönigsfest, dem 6. Januar, manchmal auch noch an dem darauffolgenden Wochenende - als Heilige Drei Könige gekleidet von Haus
zu Haus. Meistens sind es Kinder und Jugendliche, die diese Aufgabe wahrnehmen; in katholischen Gegenden oft die Ministranten,
Kommunionkinder oder andere Jugendliche der jeweiligen Kirchengemeinde, die nicht nur die Frohbotschaft des Evangeliums verkünden, sondern auch Spenden für benachteiligte Kinder sammeln (durchschnittlich werden durch das Kindermissionswerk 3000 überschaubare (Bildungs-)Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert). Die Sternsinger werden von der jeweiligen Pfarrgemeinde ausgesandt. Den Menschen, die sie einlassen, singen die Sternsinger ein Lied und/oder sagen ein Gedicht bzw. ein Gebet auf. Dann schreiben sie an die Haustüren bzw. die Türbalken mit geweihter Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl.

Quelle: Wikipedia

_________________
Yesterday is History, Tomorrow is a Mystery and Today is a gift; thats why we call it - "the Present..."
Nach oben Nach unten
http://www.plaudies.net
 
Heilige Drei Könige
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Deckname: Heilige Allianz - Geheimagenten im Dienste der Päpste?
» Loft für drei personen
» Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem
» Seifenüberraschung - gleich drei Fehler auf einmal
» Gefälschte Arbeitslosenstatistik - Nicht drei, sondern mehr als neun Millionen Menschen suchen Arbeit

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Plaudies ...einfach himmlisch! :: Hauptforum :: Wissenslexikon-
Gehe zu: